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Die gesündesten Pflanzen des Kontinents — Südamerika: Katzenkralle

20.6.2026

Die gesündesten Pflanzen des Kontinents — Südamerika: Katzenkralle

Tief im Amazonas-Regenwald wächst eine Kletterpflanze, die seit Jahrhunderten von indigenen Völkern Südamerikas genutzt wird: die Katzenkralle (lateinisch Uncaria tomentosa). Ihren Namen verdankt sie den kleinen, gekrümmten Dornen, die an Katzenkrallen erinnern und der Pflanze beim Klettern helfen. Heute ist sie eine der bekanntesten pflanzlichen Nahrungsergänzungen aus Südamerika.

Traditionelle Nutzung

Heiler verschiedener Amazonas-Völker, insbesondere der Asháninka in Peru, verwendeten Rinde und Wurzeln der Katzenkralle traditionell zur Unterstützung bei Entzündungen, Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen. Diese jahrhundertealte Nutzung hat in den letzten Jahrzehnten zunehmendes wissenschaftliches Interesse geweckt.

Was steckt in der Katzenkralle?

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind sogenannte Oxindolalkaloide, die in zwei Hauptgruppen unterteilt werden — tetrazyklische (TOA) und pentazyklische (POA) Oxindolalkaloide. Dazu kommen Flavonoide und Polyphenole, die als natürliche Antioxidantien wirken können.

Was sagt die Forschung?

Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse aus dem Jahr 2024 wertete präklinische Studien zur entzündungsmodulierenden Wirkung von Uncaria tomentosa aus. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Extrakte der Katzenkralle die Aktivität des Transkriptionsfaktors NF-κB beeinflussen können, der eine zentrale Rolle bei der Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe spielt.

Wichtig dabei: Die bisherige Forschung stammt größtenteils aus Tier- und Zellstudien. Hochwertige Studien am Menschen sind noch begrenzt, weshalb die Ergebnisse als vielversprechend, aber nicht abschließend gelten.

Wofür wird Katzenkralle heute verwendet?

Katzenkralle wird heute vor allem als Nahrungsergänzung angeboten und von Nutzern in folgenden Zusammenhängen ausprobiert:

  • Unterstützung des Immunsystems
  • Begleitung bei gelegentlichen Entzündungsprozessen
  • Allgemeines Wohlbefinden

Einige Nutzer berichten von einem subjektiv gestärkten Gefühl des Immunsystems bei regelmäßiger Einnahme über mehrere Wochen.

Anwendung und Dosierung

AspektInformation
Typische FormKapseln, Tee, Tinktur
Übliche Dosierung250–1000 mg Extrakt täglich (je nach Produkt)
EinnahmedauerMehrere Wochen für spürbare Effekte
HerkunftPeru, Brasilien, Amazonasregion

Worauf solltest du achten?

  • Qualität der Extrakte: Die Wirkstoffkonzentration variiert stark zwischen Produkten — auf standardisierte Extrakte achten
  • Wechselwirkungen: Katzenkralle kann mit bestimmten Medikamenten interagieren, insbesondere mit Immunsuppressiva und Blutverdünnern
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Bei Schwangerschaft, Stillzeit oder bestehenden Erkrankungen sollte vor der Einnahme von Katzenkralle ärztlicher Rat eingeholt werden, da die Datenlage zur Sicherheit in diesen Fällen noch begrenzt ist

Fazit

Katzenkralle ist ein faszinierendes Beispiel für eine traditionelle Amazonas-Pflanze, die zunehmend wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhält. Die bisherige Forschung — vor allem zu entzündungsmodulierenden Eigenschaften — ist vielversprechend, basiert aber überwiegend auf präklinischen Studien. Wer Katzenkralle ausprobieren möchte, sollte auf Produktqualität achten und bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vorher ärztlichen Rat einholen.

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Symptomen wende dich bitte an einen Arzt.

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