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Wie man CBD, CBN und CBG einfach unterscheidet

21.2.2024

Wie man CBD, CBN und CBG einfach unterscheidet

CBD, CBN und CBG tauchen zunehmend gemeinsam in Produktbeschreibungen auf, werden aber häufig durcheinandergebracht. Alle drei stammen aus der Hanfpflanze, sind chemisch jedoch unterschiedliche Verbindungen mit unterschiedlicher Herkunft innerhalb der Pflanze. Hier eine sachliche Einordnung, wie sie sich unterscheiden.

Der gemeinsame Ursprung: CBGA

Alle Cannabinoide der Hanfpflanze gehen auf eine gemeinsame Vorläufersubstanz zurück: CBGA (Cannabigerolsäure), manchmal als "Mutter-Cannabinoid" bezeichnet. Während die Pflanze wächst, wandeln spezifische Enzyme CBGA in die Vorläuferformen anderer Cannabinoide um, einschließlich THC und CBD. Dieser gemeinsame Ursprung erklärt, warum die drei Substanzen oft zusammen in Produkten auftauchen — sie stammen aus demselben pflanzlichen Stoffwechselweg.

CBD (Cannabidiol)

CBD entsteht, wenn ein Enzym CBGA in CBDA umwandelt, die dann durch Hitzeeinwirkung (Decarboxylierung) zu CBD wird. Im Gegensatz zu CBN bindet CBD nicht in nennenswertem Umfang direkt an die Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 — es beeinflusst stattdessen indirekt eine Reihe anderer Zielstrukturen im Körper, darunter Ionenkanäle und Enzyme. CBD ist von den drei Substanzen am umfangreichsten erforscht und am häufigsten in Hanfpflanzen vorhanden.

CBG (Cannabigerol)

CBG ist die direkte, nicht umgewandelte Form von CBGA — daher der Spitzname "Mutter-Cannabinoid". Es bindet im Gegensatz zu CBD direkt an sowohl CB1- als auch CB2-Rezeptoren. Da die Pflanze CBGA während des Wachstums kontinuierlich in andere Cannabinoide umwandelt, ist CBG in reifen Hanfpflanzen meist nur in geringer Konzentration vorhanden, was es zu einer selteneren und oft teureren Substanz in Produkten macht.

CBN (Cannabinol)

CBN unterscheidet sich grundlegend von den beiden anderen: Es entsteht nicht durch einen eigenen enzymatischen Prozess der Pflanze, sondern durch die Oxidation von THC über Zeit und Lichteinwirkung — vereinfacht gesagt, CBN ist ein Abbauprodukt von gealtertem THC. Es bindet mit einer gewissen Affinität an den CB1-Rezeptor, allerdings deutlich schwächer als THC selbst.

Direkter Vergleich

AspektCBDCBGCBN
Herkunft in der PflanzeAus CBDA, via DecarboxylierungDirekte, unveränderte Form von CBGAAbbauprodukt von oxidiertem THC
RezeptorbindungÜberwiegend indirektBindet direkt an CB1 und CB2Bindet mit Affinität an CB1
Vorkommen in der PflanzeAm häufigstenGering (wird zu anderen Cannabinoiden umgewandelt)Gering, abhängig vom THC-Abbau
ForschungsstandAm umfangreichsten erforschtFrühe ForschungsphaseFrühe Forschungsphase, überwiegend präklinisch

Wichtiger rechtlicher Hinweis für Deutschland

Der rechtliche Status von CBD, CBG und CBN als Nahrungsergänzungsmittel ist in Deutschland und der EU komplex und unterliegt eigenen, strengen Regelungen (unter anderem im Rahmen der Novel-Food-Verordnung). Anders als bei vielen klassischen Nährstoffen und Pflanzenextrakten ist die rechtliche Einordnung dieser Substanzen nicht einheitlich geklärt und kann sich je nach Produkt und Konzentration unterscheiden.

Fazit

CBD, CBG und CBN stammen aus demselben pflanzlichen Ursprung, unterscheiden sich aber in ihrer Entstehung, ihrem Bindungsverhalten an Rezeptoren und ihrem Forschungsstand deutlich. Die meiste verfügbare Forschung zu allen drei Substanzen stammt bisher aus Zell- und Tierstudien, nicht aus groß angelegten Studien am Menschen. Wer sich näher mit diesen Substanzen befassen möchte, sollte sich vorab über die aktuelle Rechtslage informieren und bei gesundheitlichen Fragen ärztlichen Rat einholen.

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung. Bei anhaltenden Symptomen wende dich bitte an einen Arzt.

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Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Symptomen wende dich bitte an einen Arzt.