Nur noch 13 Plätze frei: Beta-Test — 3 Monate Premium kostenlos

← Zurück zum BlogStimmung

3 Studien über Safran und Angstreduktion: Was die Forschung wirklich zeigt

4.11.2026

3 Studien über Safran und Angstreduktion: Was die Forschung wirklich zeigt

Angst und innere Unruhe gehören zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Menschen nach pflanzlichen Alternativen suchen. Safran wird in diesem Kontext zunehmend untersucht – nicht weil es ein klassisches Anxiolytikum ist, sondern weil sein biochemisches Profil (GABA-A-Modulation, MAO-Inhibition, HPA-Achsen-Regulation) mehrere Angstmechanismen gleichzeitig adressiert. Hier sind die drei aussagekräftigsten Studien.


Studie 1: Safran vs. Placebo bei generalisierter Angst – die Affron®-Studie (2018)

Studie: Lopresti et al., 2018, Journal of Affective Disorders. Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie. 80 Erwachsene mit erhöhten Angst- und Stresswerten (kein klinischer Befund, aber messbar über standardisierte Skalen). Intervention: 28 mg Affron®/Tag (= 2 × 14 mg) über 8 Wochen.

Ergebnisse:

  • Signifikant niedrigere Angstwerte auf der DASS-21-Skala (Depression Anxiety Stress Scales) in der Safran-Gruppe vs. Placebo nach 8 Wochen
  • Verbesserungen waren bereits nach 4 Wochen messbar
  • Nebenwirkungsrate: vergleichbar mit Placebo — kein signifikanter Unterschied

Was die Studie zeigt und was nicht: Die Teilnehmer hatten erhöhte, aber subklinische Angstwerte — keine diagnostizierte Angststörung. Das ist der relevante Kontext für Safran: alltägliche Angst und Stress, nicht klinische Angststörungen. Für GAD (generalisierte Angststörung) mit Beeinträchtigung der Alltagsfunktion ist professionelle Behandlung der richtige erste Schritt.

Studie 2: Safran bei Angst und Depression – Vergleich mit Citalopram (2017)

Studie: Modabbernia et al., 2017, Phytotherapy Research. Randomisierte Doppelblindstudie. 40 Patienten mit leichter bis moderater Depression und komorbider Angst. Vergleich: Safranextrakt 30 mg/Tag vs. Citalopram 40 mg/Tag über 6 Wochen.

Ergebnisse:

  • Keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Safran und Citalopram auf der Hamilton Anxiety Rating Scale (HAM-A)
  • Safran zeigte vergleichbare Reduktion der Angstsymptome wie das SSRI
  • Nebenwirkungen: Citalopram-Gruppe berichtete häufiger über Mundtrockenheit und Übelkeit; Safran-Gruppe hatte keine signifikant höheren Nebenwirkungen als Placebo

Einschränkung: Kleine Stichprobengröße (40 Teilnehmer), kurze Beobachtungsdauer (6 Wochen). Die Studie zeigt Nicht-Unterlegenheit — nicht Überlegenheit — gegenüber Citalopram. Bei leichter bis moderater Angst mit depressiver Komponente ist das ein relevanter Befund; bei schwerer Angststörung reicht er nicht.

Studie 3: Safran bei Kindern und Jugendlichen mit Angst und ADHS (2019)

Studie: Baziar et al., 2019, Journal of Child and Adolescent Psychopharmacology. Randomisierte Doppelblindstudie. 54 Kinder und Jugendliche (6–17 Jahre) mit ADHS-Diagnose. Vergleich: Safranextrakt 20–30 mg/Tag vs. Methylphenidat (Ritalin) über 6 Wochen.

Ergebnisse:

  • Vergleichbare Verbesserung der ADHS-Symptome (Aufmerksamkeit, Hyperaktivität)
  • Safran-Gruppe zeigte zusätzlich signifikant niedrigere Angstwerte — ein Effekt, der in der Methylphenidat-Gruppe nicht auftrat
  • Besonders relevant: Methylphenidat kann Angst als Nebenwirkung verstärken; Safran zeigte den entgegengesetzten Effekt

Warum diese Studie interessant ist: Sie ist nicht primär eine Angststudie — aber sie zeigt einen spezifischen anxiolytischen Effekt von Safran, der in einem Kontext auftrat, in dem das Vergleichsmedikament Angst eher verstärkt. Das deutet auf einen robusten, direkten Angst-Mechanismus hin, nicht nur auf einen indirekten Stimmungseffekt.


Was die drei Studien zusammen zeigen

Alle drei Studien sind methodisch unterschiedlich — Erwachsene mit subklinischer Angst, Patienten mit komorbider Depression, Kinder mit ADHS. Trotzdem zeigt sich ein konsistentes Muster:

  1. Safran reduziert messbar Angstsymptome auf validierten Skalen (DASS-21, HAM-A)
  2. Die Effekte sind vergleichbar mit klinisch eingesetzten Medikamenten bei leichten bis moderaten Ausprägungen
  3. Das Nebenwirkungsprofil ist konstant gut — keine Sedierung, kein Abhängigkeitspotenzial

Die ehrliche Einschränkung: Alle Studien haben kleine Stichproben (40–80 Teilnehmer) und kurze Laufzeiten (6–8 Wochen). Für klinische Angststörungen reicht die Evidenz nicht für eine eigenständige Behandlungsempfehlung. Für alltägliche Angst, Stress und innere Unruhe ist Safran einer der am besten untersuchten pflanzlichen Ansätze.


Direkter Überblick

StudiePopulationVergleichErgebnisQualität
Lopresti et al. 201880 Erwachsene, subklinische AngstPlaceboSignifikant ↓ AngstwerteRCT, doppelblind
Modabbernia et al. 201740 Patienten, Angst + DepressionCitalopram 40mgNicht unterlegenRCT, kleine Stichprobe
Baziar et al. 201954 Kinder, ADHSMethylphenidatZusätzlich ↓ AngstRCT, indirekter Befund

Fazit

Die Forschung zu Safran und Angst ist noch jung — aber die vorhandenen Daten sind konsistenter als bei den meisten pflanzlichen Supplements in diesem Bereich. Der GABA-A-Mechanismus von Safranal erklärt den anxiolytischen Effekt biochemisch plausibel; die klinischen Studien replizieren ihn über verschiedene Populationen. Für Menschen, die bei alltäglicher Angst und Stress einen evidenzbasierten pflanzlichen Ansatz suchen, ist Safran eine der fundiertesten Optionen — mit der klaren Einschränkung, dass klinische Angststörungen professionelle Begleitung erfordern.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel können eine gesunde Lebensweise unterstützen, sind jedoch kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und ärztliche Betreuung.

Finde dein persönliches Supplement-Profil auf MonkiMind

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Symptomen wende dich bitte an einen Arzt.